Zur Freiheit hat uns Christus befreit – Teil 2 von 4

Frei zur Nachfolge

Mt 4,18-22

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus nach.

Text der Einheitsübersetzung 2016 der Bibel entnommen

 

Betrachtungsimpulse:

Unser Perikope erzählt von vier Männern, die fest im Leben stehen. Sie sind berufstätig, haben sozusagen ihre eigenen Familienbetriebe. Da kommt Jesus vorbei und rufst sie, ihm nachzufolgen. Und von einem jeden wird gesagt, dass sie zurückließen, mit was sie beschäftigt waren, ihren Besitz, ihre Familie, und sie folgten Jesus. Das nenne ich Freiheit! Matthäus siedelt diese Erzählung ganz am Anfang seines Evangeliums an. Das heißt, diese vier Männer kannten Jesus zuvor kaum. Und doch hat etwas an ihm sie so überzeugt, dass sie alles liegen ließen um seinetwillen. Stell dir vor, du bist gerade an der Arbeit, oder zuhause, und da kommt Jesus vorbei und sagt: Folge mir nach. Wie würdest du reagieren?

* Lass dich von dem kurzen Evangeliumstext ansprechen. Was weckt er in dir? Folge dieser Spur…

* Die vier Männer lassen um Jesu willen alles zurück. Sie sind innerlich frei und können loslassen. Sie sind bereit für seinen Auftrag. Gibt es etwas in dir, was du gerne loslassen möchtest? Bringe es Jesus…

* Die vier Männer sind frei, Jesus nachzufolgen – und stellen sich damit in eine neue Abhängigkeit. Kann man das also noch Freiheit nennen? Wie siehst du das?