Zur Freiheit hat uns Christus befreit – Teil 1 von 4

Jesus verkündet seinen Auftrag

Lk 4,16-22

Jesus kam nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um vorzulesen, reichte man ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja. Er öffnete sie und fand die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er die Buchrolle, gab sie dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. Alle stimmten ihm zu; sie staunten über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorgingen.

Text der Einheitsübersetzung 2016 der Bibel entnommen

 

Betrachtungsimpulse:

Was Jesus in unserer Perikope verkündet, wird heutzutage die sogenannte Amtsantrittsrede Jesu genannt. Jesus liest aus dem Propheten Jesaja eine Stelle vor, von der er anschließend sagt: Diese hat sich heute erfüllt. Die Rede ist in diesem Prophetenwort von einem, der vom Geist Gottes beseelt, gesalbt ist und aus diesem Geist handelt: Armen die Frohe Botschaft bringt, zu verkünden Entlassung und Augenlicht, Freiheit zu schenken und ein Gnadenjahr des Herrn auszurufen. In Jesus erfüllt sich diese alte, messianische Verheißung Gottes. Jesus bringt uns diese Freiheit, dieses Gnadenjahr des Herrn. Holt uns aus Dunkelheit und Elend, aus der Armut der Gottferne in sein Licht. Löst unsere Fesseln von Schuld und Sünde und schenkt uns die Freiheit der Kinder Gottes. Wir können diese Befreiung, diese Freiheit nicht hoch genug einschätzen. Vor allem, weil wir wirklich frei sind. Ohne, dass es nun auf unsere Leistungen Gott gegenüber ankäme, auf unser Leistungsdenken und Kalkulieren. Wir sind frei in Gott.

* Lies die Bibelstelle langsam und achtsam. Verweile bei dem was dich anspricht. Lass dich darauf ein…

* Kannst du etwas von dieser Freiheit ahnen/spüren? Oder hast du den Eindruck, du müsstest dich Gott beweisen? Bist ihm dies oder jenes schuldig? Oder er würde dich nur lieben, wenn du dies oder jenes tust?

* Welche Fesseln und Ketten trägst du? Was bindet dich? Was fesselt deine Gedanken? Woran hängen deine Gefühle? Tritt vor Jesus, bringe ihm, was dein Herz eineng und schwer macht…