Losgekauft

1 Petr 1,17-21

Wenn ihr den als Vater anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht! Ihr wisst, dass ihr aus eurer nichtigen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel. Er war schon vor Grundlegung der Welt dazu ausersehen und euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen. Durch ihn seid ihr zum Glauben an Gott gekommen, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass ihr an Gott glauben und auf ihn hoffen könnt.

Text der Einheitsübersetzung 2016 der Bibel entnommen

 
Betrachtungsimpulse:

„Ein Leben in Gottesfurcht“ – wie sieht das wohl konkret aus. Wahrscheinlich gibt es auf diese Frage nur ganz individuelle Antworten. „Wir sind losgekauft“, sagt uns der Verfasser des Petrusbriefes. Losgekauft von einer nichtigen Lebensweise. Man könnte mit heutigen Worten vielleicht sagen „losgekauft zu einem erfüllten Leben, einem reichen Leben, sinnvollen Leben“ (auch hier könnte wohl jeder seine eigene Antwort finden). Vielleicht noch mehr: zu einem Leben in Verbindung mit Gott. Losgekauft aus den irdischen Verstrickungen, Verwicklungen, Verzwickungen. Nicht, das uns das alles erspart bliebe, doch schon so, dass wir darin nie allein sind und wir uns in Jesus immer wieder neu für das neue Leben entscheiden können. Nicht durch Silber und Gold oder irgendwelchen Gaben sind wir losgekauft, nein, durch das Blut Christi, also durch Liebe und Leben. Eine Antwort auf Christi Liebe könnte ein Leben in Gottesfurcht sein…

* Betrachte in diesem Text, wie sich die Verbindung zwischen Christus und den Getauften gestaltet. Was ist uns durch ihn geschenkt? Was hat er uns erwirkt?

* Rufst du Gott als Vater an? Wie würdest du deine Beziehung zu ihm beschreiben? Welche Rollt spielt Jesus darin?

* Glaube und Hoffnung ist uns durch den auferstandenen Christus geschenkt. Wie siehst du deinen Glauben, deine Hoffnung? Was bedeuten sie dir? Tragen sie dich? Ist beides in dir lebendig?