In euren Herzen

1 Petr 3,15-18

Heiligt in eurem Herzen Christus, den Herrn! Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt; antwortet aber bescheiden und ehrfürchtig, denn ihr habt ein reines Gewissen, damit jene, die euren rechtschaffenen Lebenswandel in Christus in schlechten Ruf bringen, wegen ihrer Verleumdungen beschämt werden. Denn es ist besser, für gute Taten zu leiden, wenn es Gottes Wille ist, als für böse. Denn auch Christus ist der Sünden wegen ein einziges Mal gestorben, ein Gerechter für Ungerechte, damit er euch zu Gott hinführe, nachdem er dem Fleisch nach zwar getötet, aber dem Geist nach lebendig gemacht wurde.

Text der Einheitsübersetzung 2016 der Bibel entnommen

 

Betrachtungsimpulse:

In diesem kurzen Abschnitt aus dem 1. Petrusbrief ist jeder Satz für sich allein schon eine eigene Betrachtung wert. Und zugleich gehört ein solcher Text auch im Ganzen gelesen, als ein Stück verstanden. Der Apostel ruft die an Christus glaubenden in seinem Brief auf, diesem Glauben gemäß zu leben. Und was hier aufgezählt wird ist wirklich zeitlos. Es gilt in gleicher Weise für damals vor knapp 2000 Jahren wie für uns heute.

Am Ende unseres Abschnitts geht es wieder um das Ostergeheimnis Jesu. Es ist für uns geschehen, so schreibt der Apostel: „damit er euch zu Gott hinführe“. Unser Leben aus dem Glauben gründet auf diesem Ostergeheimnis. Auf dieser Liebe Gottes, der sich hingegeben hat für uns, um uns an sich zu ziehen. So gesehen ist unser Bemühen um ein Leben aus dem Glauben immer unsere Antwort auf seine zuvorkommende Liebe…

* Heiligt in eurem Herzen Christus, den Herrn! – Was verstehst du darunter? Ist das auch deine Sehnsucht? Wie könnte das in deinem Leben, in deinem Herzen, konkret Ausdruck finden?

* Die Hoffnung, die euch erfüllt; – Was erfüllt dich? Ist es Hoffnung? Bist du bereit, dies zu teilen? Bist du bereit, dazu zu stehen? Möchtest du von dem, was dich erfüllt, auch an andere austeilen?

* Leiden, wenn es Gottes Wille ist. – Hier ist keine „den Kopf hinhalten-Mentalität“ gemeint. Doch, wie gehst du mit Leiden um? Hat das Leiden Raum in deinem Leben? Möchtest du es lieber ignorieren? Kannst du Schmerz zulassen? Darf es auch mühsam sein Leben und kann es dennoch ein erfülltes Leben sein?