Ich bin das Brot des Lebens

Joh 6,51-58

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

Text der Einheitsübersetzung 2016 der Bibel entnommen

 
Betrachtungsimpulse:

Das ist tatsächlich eine schwer zu verstehende Rede Jesu. Genaugenommen ist sie nicht zu verstehen, sie ist zu glauben. Und wirklich: die Eucharistie, von der hier die Rede ist, ist ein großes Geheimnis des Glaubens. Jesus verwandelt vor seinem Leiden das Brot und den Wein in sein Fleisch und sein Blut und gibt sich so uns zur Speise. Das in der Eucharistiefeier verwandelte Brot und Wein sind Jesu Fleisch und Blut. In der Tat – ein Geheimnis des Glaubens. Und doch: für Gott ist nichts unmöglich. So gibt Jesus uns sich selbst zur Nahrung, stärkt uns, belebt uns, ist uns innerlicher als wir uns selbst innerlich sein könnten. Und wie es Augustinus sagt: nicht wir verwandeln dieses Brot in unseren Leib, sondern dieses Brot verwandelt uns in Christi Leib und Glieder. Mit dem Verstand allein ist das nicht zu erfassen. Aber gerade am Fronleichnamstag haben wir die Gelegenheit, dieses eucharistische Brot, den Leib Christi, anzubeten und im Glauben zu erfassen…

* Nimm dir Zeit für die Anbetung vor der Eucharistie. Werde stille, komme vor Jesus zur Ruhe und lass dich von ihm ansprechen…

* Wie ist dein Verhältnis zur Eucharistie? Kannst du glauben, das sie Jesu Fleisch und Blut ist?

* Was nährt deinen Glauben? Womit tust du dir schwer – und wie gehst du damit um?