Er ist auferstanden…

Mt 28,1-10

Nach dem Sabbat, beim Anbruch des ersten Tages der Woche, kamen Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Und siehe, es geschah ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee. Aus Furcht vor ihm erbebten die Wächter und waren wie tot. Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch den Ort an, wo er lag! Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden und siehe, er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. Sogleich verließen sie das Grab voll Furcht und großer Freude und sie eilten zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. Und siehe, Jesus kam ihnen entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen.

Text der Einheitsübersetzung 2016 der Bibel entnommen

 
Betrachtungsimpulse:

Große Zeichen geschahen, als Maria aus Magdala und die andere Maria das Grab besuchen: Erdbeben, ein Engel anzusehen wie ein Blitz kam vom Himmel und wälzte den Stein weg. Da darf es nicht verwundern, wenn sich die Wächter fürchten. Und auch den Frauen spricht der Engel das „Fürchtet euch nicht“ zu. Große Zeichen begleiten die Erkenntnis vom leeren Grab. Und voll Freude laufen die Frauen los, um die Frohe Botschaft zu verkünden. Doch noch unterwegs geschieht es ganz still, das Jesus, der Auferstandene, ihnen entgegen kommt. Wie still kommt er hier zu ihnen. Beinahe unauffällig und zart.

Ostern 2020 entfallen alle großen Zeichen von der Auferstehung des Herrn. Die Liturgien werden nur im ganz kleinen Rahmen gefeiert. Wir können nicht zusammenkommen und gemeinsam feiern. Doch Jesus wird auf unseren Wegen auf uns zukommen, als der Auferstandene. Er wird uns entgegenkommen, wo auch immer wir sind. Er wird uns in unserem je eigenen Galiläa erwarten. Zart, leise, unauffällig. Jesus lebt, und bringt uns das Leben, auch 2020 – wo alles anders ist…

* Versuche dich zu öffnen, für die leise, zarte Gegenwart des Auferstanden auf deinem Lebensweg. Wo kannst du ihn entdecken?

* Was ist dein „Galiläa“, der Ort, an dem Jesus verheißt, „dort werdet ihr mich sehen“?

* Gibt es Menschen, denen du die Frohe Botschaft von der Auferstehung Jesu verkünden möchtest? In diesen Tagen der Isolation auf fantasievolle Weise? Oder einfach ein Zeichen der Nähe und Gemeinschaft – kreativ ausgedrückt in Zeiten des Abstandhaltens?