Die Bergpredigt – Teil 5 von 6

Vom Vertrauen

Mt 7,7-11

Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet! Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder ist einer unter euch, der seinem Sohn einen Stein gibt, wenn er um Brot bittet, oder eine Schlange, wenn er um einen Fisch bittet? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten.

Text der Einheitsübersetzung 2016 der Bibel entnommen

 

Betrachtungsimpulse:

Ich denke, die Rede vom „Wer bittet, der empfängt, wer sucht, der findet, usw.“ ist uns allen durchaus bekannt. Dazu muss man kein Bibelexperte sein. Was weiters folgt, ist uns schon nicht mehr so vertraut. Die Aussage über „uns“, die wir böse sind, und unseren Kindern dennoch Gutes geben. Und wie viel mehr wird dann Gott, der doch der Gute ist, denen Gutes geben, die ihn bitten. Ich denke, hier geht es nicht darum, uns Menschen alle als grundsätzlich böse abzustempeln. Und doch haben wir auch eine Tendenz in uns, dass wir nicht immer das Gute wählen, und sogar dort und da auch mal ein böses Wort (absichtlich) fallen lassen, oder eine gute Tat (bewusst) unterlassen. In Gott gibt es diese Schatten, diese Dunkelheiten nicht. Wir dürfen wissen, wenn wir ihn bitten, wenn wir ihn suchen, wenn wir an sein Herz klopfen, so treten wir hin vor dem, der immer gut ist. Er kann uns gar nichts böses geben. Dieses Vertrauen dürfen wir haben – oder uns darin einüben…

* Wir ergeht es dir mit dem Bitten? Fällt es dir leicht? Fällt es dir schwer? Worum möchtest du jetzt Gott bitten?

* Wie ergeht es dir in deiner Gottsuche? Suchst du ihn? Suchst du seinen Willen? Suchst du sein Reich?

* Klopfe nun an Gottes Herz mit allem, was dir auf dem Herzen liegt. Bringe ihm deine Anliegen und vertraue, dass er dich hört und für dich sorgt…