Die Bergpredigt – Teil 3 von 6

Von der Sorge

Mt 6,19-34

Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen! Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. Die Leuchte des Leibes ist das Auge. Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Leib hell sein. Wenn aber dein Auge krank ist, dann wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß muss dann die Finsternis sein! Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen oder trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Spanne verlängern? Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien des Feldes, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen! Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn nach alldem streben die Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Sucht aber zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere dazugegeben. Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug an seiner eigenen Plage.

Text der Einheitsübersetzung 2016 der Bibel entnommen

 

Betrachtungsimpulse:

Irgendwie sind Sorgen immer irgendwo mitdabei. Und sie schmälern unsere Lebensfreude und Leichtigkeit im Leben. Natürlich können Sorgen uns auch wachsam und achtsam machen, sie zeigen uns auf, wo wir durch Vorsicht und Rücksicht das Leben behüten und schützen können. Jesus warnt uns vor einer gewissen Art von Sorge: jener Sorge, wo es nur um das geht, was hier auf Erden wichtig scheint. Der Mammon zum Beispiel. Dinge also, die keinen bleibenden Wert haben und nicht bestehen werden. Jesus richtet unseren Blick mit diesem Abschnitt der Bergpredigt auf das, was im Leben wirklich zählt und was über den Tod hinaus bestand haben wird: Unsere Beziehung zu Gott; unsere Beziehung zu den Mitmenschen, und alles, was sich daraus gestaltet; das Leben im Augenblick; die Freiheit und Freude im Leben; …

* Wofür lebst du? Worum kreisen deine Sorgen? Machst du dir viele Sorgen?

* Wie klingt für dich: „ Sorgt euch nicht um…“? Wenn du mit Jesus diskutieren könntest, über das, was er in diesem Teil der Bergpredigt lehrt, was würdest du ihm sagen? Komm mit ihm tatsächlich ins Gespräch…

* Lege deine Sorgen in Gottes Hand. Übergib ihm, was dich bedrückt. Überlasse ihm, was dich umtreibt. Und atme neue Freiheit in Gottes Fürsorge…