Die Bergpredigt – Teil 1 von 6

Die Seligpreisungen

Mt 5,1-12

Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel. So wurden nämlich schon vor euch die Propheten verfolgt.

Text der Einheitsübersetzung 2016 der Bibel entnommen

 
Betrachtungsimpulse:

Die Bergpredigt ist ein ganz wichtiger Text im Matthäusevangelium. Mehr noch, in den Evangelien überhaupt. Sie ist zugleich ein Text, der uns ganz schön herausfordert. Denn, wer mit dem Wort Gottes ernst macht und dieses in sein Leben aufnehmen will, leben will, wird bald schon merken, wie sehr diese Lebensvision Jesu sich von dem unterscheidet, wie wir das Leben verstehen und kennen. Die Bergpredigt lässt uns tief in Jesu Herz blicken, in seine Herzensanliegen. Und wir können die Bergpredigt durchaus an Jesu Lebensbeispiel messen. Wir, seine Jünger, die zu ihm treten (siehe oben), können seinem Beispiel folgen, Jesus nachfolgen, und werden dadurch damit beginnen, ein klein wenig die Welt zu verändern…

* Als Jesus die Menschen sah – stelle dich bewusst unter Jesu Blick. Sein Blick ist einladend, freundlich, wertschätzend… Wie fühlt sich das für dich an, wenn du weißt, da gibt es einen, der dich liebevoll sieht? Wie möchtest du diesen Blick erwidern?

* Nimm dir Zeit für jede einzelne Seligpreisung. Spüre ihr nach. Was weckt sie in dir?

* Gibt es eine Seligpreisung, die dich besonders anrührt? Möchtest du sie in dieser Woche bewusst üben? Möchtest du ihr Raum und Zeit geben in deinem Herzen?