Der Geist tritt für uns ein

Röm 8,22-27

Wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt. Aber nicht nur das, sondern auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, auch wir seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden. Denn auf Hoffnung hin sind wir gerettet. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Denn wie kann man auf etwas hoffen, das man sieht? Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld. So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, was wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern. Der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist. Denn er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein. Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht, denen, die gemäß seinem Ratschluss berufen sind; denn diejenigen, die er im Voraus erkannt hat, hat er auch im Voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene unter vielen Brüdern sei. Die er aber vorausbestimmt hat, die hat er auch berufen, und die er berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.

Text der Einheitsübersetzung 2016 der Bibel entnommen

 

Betrachtungsimpulse:

Wir feiern diesen Sonntag das Hochfest Pfingsten. Wir feiern die Gabe des Heiligen Geistes, der uns geschenkt ist. Als Erstlingsgabe – so heißt es im Römerbrief. Der Heilige Geist ist die Kraft Gottes, die mit uns ist: – wenn wir allen Grund zum Seufzen haben; – wenn wir schwach sind; – wenn wir auf die Erlösung warten; – wenn wir hoffen; – wenn wir in Geduld ausharren; – wenn wir beten oder nicht wissen, wie und was wir beten sollen… Der Heilige Geist führt uns: – zum Guten; zur Teilhabe an Wesen und Gestalt des Sohnes Gottes; – hinein in unsere Berufung und hilft, diese zu leben; – hinein in die Gerechtigkeit und Herrlichkeit Gottes… Er ist der Atem Gottes in uns. Lassen wir uns von ihm durchströmen und ergreifen…

* Wir wissen – heißt es gleich zweimal im Text. Der Apostel steht fest in der Glaubensgewissheit. Wie fest steht dein Glaube? Bitte den Heiligen Geist um Glaubenskraft und Glaubensmut…

* Wir haben als Erstlingsgabe den Geist – wer ist der Heilige Geist für dich? Was bedeutet er dir? Gibt der dritten göttlichen Person Raum und Zeit in deinem Gebet…

* Der Geist selber tritt für uns ein – wir haben im Heiligen Geist einen mächtigen Helfer, Schützer und Beistand. Wo, ganz konkret in deinem Alltag, wünschst du dir die Hilfe und den Beistand des Heiligen Geistes? Welche Situation möchtest du ihm übergeben? Wo möchtest du den Geist Gottes bitten, einzutreten?