Advent – Teil 4 von 4

Die Verheißung

Jes 62,1-6

Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht; über denen, die im Land des Todesschattens wohnten, strahlte ein Licht auf. Du mehrtest die Nation, schenktest ihr große Freude. Man freute sich vor deinem Angesicht, wie man sich freut bei der Ernte, wie man jubelt, wenn Beute verteilt wird. Denn sein drückendes Joch und den Stab auf seiner Schulter, den Stock seines Antreibers zerbrachst du wie am Tag von Midian. Jeder Stiefel, der dröhnend daherstampft, jeder Mantel, im Blut gewälzt, wird verbrannt, wird ein Fraß des Feuers. Denn ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt. Die Herrschaft wurde auf seine Schulter gelegt. Man rief seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens. Die große Herrschaft und der Frieden sind ohne Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit, von jetzt an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird das vollbringen.

Text der Einheitsübersetzung 2016 der Bibel entnommen

 
Betrachtungsimpulse:

Wir lesen diese Worte des Propheten Jesaja in Vergangenheitsform. Und doch, wenn wir sie heute lesen, drücken sie uns eine zukünftige Verheißung aus. Wir stehen in der Erwartung des Weihnachtsfestes, der Geburt Jesu. Wir warten auf die Geburt des angekündigten Retters. Und obwohl sie bereits 2000 Jahre zurückliegt, sehnen wir uns nach dem hellen Licht, das aufstrahlen soll. Das unsere Finsternis – wie auch immer sie sein mag – erhellt und uns von den drückenden Lasten unseres Lebens erlöst. Die Not ist groß auch in unserer Zeit, und es fällt uns leicht, uns mit einem Volk in der Finsternis zu identifizieren. Möge das Licht des neugeborenen Kindes unsere Herzen erfüllen und die Verheißung von seiner Herrschaft und seinem Frieden in uns Wirklichkeit werden…

* Wo drückt dich ein Joch, das unlieb auf deine Schultern drückt? Wo wünschst du dir die Befreiung von Finsternis und Not? Bring deine Sehnsucht vor Gott…

* Schau auf das Kind in der Krippe. Wen siehst du, wenn du es betrachtest? Wer ist dieses Kind für dich?

* Was bewegt dich an Weihnachten? Was wünschst du dir? Wovor hast du vielleicht Angst? Rede mit Jesus, er dir durch seine Geburt als Mensch so nahe gekommen ist…