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 Betreff des Beitrags: Selig, die ihr jetzt hungert... Lk 6,21
BeitragVerfasst: 18 Sep 2010, 17:58 

Registriert: 10 Jun 2010, 12:14
Beiträge: 881
"Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden."

Es gibt in der Heiligen Schrift schon provokante Verse (diese können mitunter noch provokanter werden, wenn man sie mit einem provokanten Foto abbildet... ;) ). Aber diese Schriftstellen wollen uns etwas Wichtiges sagen!

Zu unserem Vers:
"Selig": warum werden seliggepriesen jene, die hungern... Nicht der Hunger an sich ist selig!
"Hungern": wonach eigentlich hungern... nach Brot? nach Liebe? nach ...

Jesus preist die selig, die jetzt hungern. Hier kann nicht jener Hunger gemeint sein, an dem viele tausend Menschen täglich sterben. Was ist damit gemeint?
Der hungrige Mensch, der nicht satte Mensch, ist noch offen für die Erfüllung. Er hat noch Sehnsucht, er streckt sich noch aus nach dem, was ihn satt machen kann.
Wonach aber hungert der Mensch? Und wer, oder was, kann ihn sättigen? Sicher hungert der Mensch nach Brot, sicher auch nach Liebe, und es gibt unzähliges, wonach der Mensch hungern kann. Es gibt einen Spruch, der heißt in etwa so: Der Mensch hat in sich ein Loch in Gottform, und nichts kann dieses Loch ausfüllen, als Gott allein. Es gibt also auch einen Hunger nach Gott im Menschen.
Jesus bietet uns die "Füllung" dieses "Loches" an, das heißt die Erfüllung unserer urinnersten Sehnsucht nach Gott und die darin enthaltene Sehnsucht nach Liebe, nach Heil, nach Friede und Geborgenheit! Selig, wer hungert nach IHM, er wird satt werden... wenn er sich einläßt auf IHN!


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 Betreff des Beitrags: Re: Selig, die ihr jetzt hungert... Lk 6,21
BeitragVerfasst: 20 Sep 2010, 20:26 

Registriert: 12 Jun 2010, 14:41
Beiträge: 246
Danke, Sr. Magdalena, dass du schon selber geschrieben hast, wie provokant dieses Bild zu diesem Bibelvers wirkt.
Da rinnt mir das Wasser im Mund zusammen vor all den Köstlichkeiten, und dann soll ich hungern!?

Ich denke an den Sinn der Fastenzeit, des christlichen Fastens überhaupt - ich habe die Erfahrung gemacht, dass es schon etwas auf sich hat, wenn ich selber spüre, wie Hungern sich anfühlen kann, so erst begreife ich den tieferen Hunger in mir, der ja mit viel mehr als mit Essen und Trinken verdeckt, abgelenkt usw. sein kann. Mancher wirkliche Hunger muss mir erst mal bewusst werden, dass ich nach dem Ausschau halten kann, was ich als Mensch wirklich und eigentlich brauche.
Mancher Hunger lässt sich nicht so einfach und schnell stillen, wie ich das mit Essen und Trinken tun kann. Es braucht Mut, den Hunger auch etwas aushalten zu können.......
"Hunger ist der beste Koch" - das gilt wahrscheinlich auch im übertragenen Sinn.

nachdenklich - Silvia


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 Betreff des Beitrags: Re: Selig, die ihr jetzt hungert... Lk 6,21
BeitragVerfasst: 22 Sep 2010, 20:20 

Registriert: 15 Jun 2010, 08:18
Beiträge: 134
Ich habe heute einen Vortrag von David Steindl-Rast gehört, in dem es darum ging, dass viele Menschen nach Glück hungern und nach Freude. Und er gibt als "Rezept" die DANKBARKEIT an, was ja einigermaßen zu dem kulinarischen Bild passt - DANKBAR SEIN für all die guten Sachen, die uns umgeben, die uns im Augenblick gegeben werden. Er sagt, wir sind nicht zuerst dankbar, weil wir glücklich sind, sondern wir werden erst glücklich, wenn wir dankbar sein können. Und Dankbarkeit sei nicht bloß ein Gefühl, sondern eine bewusste Entscheidung, die wir Augenblick für Augenblick einübern können.
Also könnte man sagen: "Selig, die hungern, denn sie werden satt werden, wenn sie die DANKBARKEIT erlernen....Sie werden nicht nur satt werden, sondern satt von Glück und Freude!"

Nichts wie ausprobieren und nicht aufhören damit, oder!?


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 Betreff des Beitrags: Re: Selig, die ihr jetzt hungert... Lk 6,21
BeitragVerfasst: 29 Sep 2010, 14:12 

Registriert: 19 Jun 2010, 12:47
Beiträge: 141
Ich habe einmal in einen Paulusbrief einen Vers gelesen, der ungefähr so lautete: "ihr dürft alles genießen, aber in Dankbarkeit". Das passt zum "provokanten" Foto, dass passt für uns in unseren Breitengraden. Ich denke aber auch, dass es gerade die Dankbarkeit ist, die uns die nicht vergessen lässt, denen es nich so gut geht und die wirklich auch nach Nahrung hungern.


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