Zeigt der Papgei nur seine Pracht oder will er die Richtung weisen?
Oder macht er ein Kunststück - vielleicht kann nicht jeder nur einen Flügel strecken?
Oder er möchte jemanden in seinen Arm, ah Flügel nehmen?
Oder er winkt jemanden zu oder herbei?
Bunt und strahlend ist er jedenfalls vor dem dunklen Hintergrund.
Und was hat der Vogel nun mit unserem Gebet zu tun?

Gott, geht es dir manchmal mit unserem Gebet so ähnlich wie es uns mit dem Papagei geht,
dass du nicht recht weißt, was wir ausdrücken wollen, was unsere Gebärden bedeuten?
Sicher, du kennst uns besser als wir uns selber kennen,
doch zu einem Dialog kann es ja nur kommen, wenn wir uns auch selber kennen.
Und bei einem guten Dialog ist es notwendig, dass wir authentisch sind,
dass wir uns über uns selber im Klaren sind.
Gott, führe uns in die Stille und gib uns die Weisheit, die Selbsterkenntnis und den Mut,
dass wir uns dir so zeigen wie wir sind und dass wir gerne erfahren, wie du uns wahrnimmst!
Nimm uns die Furcht vor Überraschungen, denn du bist in deiner Art und Weise zärtlich,
du mutest uns vielleicht so manches zu, aber du willst uns nicht verletzen.
Gott, du darfst uns auch herausfordern, dass wir uns öffnen,
dass wir unsere Schönheit vor dir ausbreiten und dir auch weniger Schönes nicht vorenthalten,
weil dein Blick alles gut macht!
Gott.......mir kommen so manche Gedanken......Gefühle..........Ideen..........
Vielleicht betet der Vogel gerade und lädt mich ein zum Mitbeten...........