Der hl. Ignatius von Loyola hat diese Gebetsweise
als Tagesrückblick empfohlen.

Zwischen Wüste (Markus 1) und
                Verklärung (Markus 9)
So gesehen passiert in dieser
1. Fastenwoche
sehr viel, wenn man das nachliest im
Markusevangelium!

Was bei jeder und jedem von uns in dieser Woche passiert, können wir im
"Gebet der liebenden Aufmerksamkeit"
mit Gott anschauen, bedenken,....vielleicht
auch als "mein Evangelium" aufschreiben.
Muttergottes Maria sei mit mir
bei meinem Beten.

Ich schaue auf deine Offenheit und
Wachheit

gegenüber
dem Wirken des Heiligen Geistes.


Komm, Heiliger Geist,
führe und leite mich,

wenn ich jetzt auf die letzten Stunden,
auf den
Tag zurückblicke....
ich bin hellwach da....


Mit dir Jesus möchte ich mein Dasein und
die Ereignisse wahrnehmen.
Auch ich bin das
geliebte Kind
deines und meines
Himmlischen
Vaters und
vor ihm und bei ihm darf ich einfach

sein wie ich bin.
Alles darf sein, so wie es
ge
laufen oder vielleicht nicht gelaufen ist.

Ich schaue, was mich jetzt bewegt und berührt von dem, was ich heute erlebt habe: Gott, dein liebevoller Blick auf mich erinnert mich daran, selbst mit Liebe ohne Wertung und Urteil
zurück zu blicken, wie ich heute

·         mit anderen

·         mit dir

·         mit mir selbst umgegangen bin.

Ich blicke hin, wo ich

·         Ermutigung

·         Trost

·         Hoffnung

gespürt habe und auch dorthin, wo ich

·         Misstrauen

·         Angst

·         Entmutigung

gespürt habe.

Ich bringe vor dich,

·         Bitte

·         Dank

·         Klage

·         Lob


Danke, Gott, für meinen Glauben,

dass ich dir total vertrauen kann,

dass du mich liebst und

dass du willst,

dass ich in meinem

Menschsein wachse und reife

und werde!

Du bist meine Freude,
die von innen kommt! Amen!



"Das Gebet der liebenden
Aufmerksamkeit"
kann aber auch in jedem
Augenblick
praktiziert werden.
Dann nicht als Rückblick,
sondern als Achtsamkeit
im Jetzt.

Es ist das Innewerden,
wenn ich bewusst sage:
"Ich bin da!"
oder: "Ich bin!"
"Ich höre."
"Ich sehe."
"Ich fühle."
"Ich will."
Und wenn ich wirklich da bin,
kann ich wahrnehmen:
Gott, du bist da!
Jesus!
Vater!
Heiliger Geist!
Ja, und daraus wird dann Gebet,
wahrscheinlich ganz ohne Worte,
sondern nur in der Freude aneinander!
Das Gebet der liebenden Aufmerksamkeit
füreinander!

Und es braucht nur immer wieder die Erinnerung daran,
dass ich Innewerden will,
dass ich bewusst da bin.

Komm, Heiliger Geist,
mach mich erfinderisch,
Dinge, Möglichkeiten und Weisen zu finden,
die mich erinnern!